Dienstag, 19. Januar 2010
Philosophische Nachtschicht
Soeben bin ich in meinen Erinnerungen über einen Spruch gestolpert, der da lautet:
„Der Arbeitnehmer nimmt, der Unternehmer unternimmt.“
Dabei drängten sich mir ein paar Fragen auf, deren Antworten ein ganze neues Licht auf meine bisherige berufliche Laufbahn werfen.
Warum heißt der Arbeitnehmer Arbeitnehmer, obwohl er doch Arbeit gibt? Und zwar an den sog. Arbeitgeber. Dafür bekommt er ja Geld.
Und warum heißt der Arbeitgeber Arbeitgeber, obwohl er doch Arbeit nimmt? Was der Arbeitgeber gibt, ist doch keine Arbeit, sondern eine Aufgabe oder ein Problem, das zu lösen ist. Und um diese Aufgabe bzw. das Problem zu lösen, setzt der sog. Arbeitnehmer seine Arbeitsenergie ein und stellt sie damit dem sog. Arbeitgeber zur Verfügung.
Also bitte künftig darauf achten: Der Arbeitnehmer ist kein Arbeitnehmer, sondern ein Aufgabennehmer, Geldnehmer oder Arbeitgeber. Und der Arbeitgeber ist kein Arbeitgeber, sondern ein Aufgabengeber, Geldgeber oder Arbeitnehmer.
Wenn Sie also demnächst eine Bewerbung schreiben, dann bitte wahrheitsgemäß: "Ich habe X Jahre Erfahrung als Arbeitgeber." Alles klar?

... link (0 Kommentare)   ... comment